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SchmuDo – Donnerstag, 27.02.2025

  • 27. Feb. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Aug. 2025

Es scheint mir, dass die Uhren im Dschungel eeeeetwas langsamer ticken also sonst wo. Oder täuscht das etwa, weil der von uns allen längst erwartete «Schmudo» (wie der fasnächtliche Volksmund so sagt) in diesem Jahr erst am 27. Februar war? Ich glaube das ist der wahre Grund, denn irgendwie fühle ich mich wie ein Chamäleon das schon Jahrzehnte mitten im Dschungel auf demselben Ast sitzt, es sich auf dem mit Moos bewachsenen Holz, schön getarnt gemütlich macht und wartet bis sich ein unvorsichtiges Insekt nähert.


So wie im letzten Jahr, als wir an der Sujetpräsentation lediglich einen kleinen Teil der Musig-Gspähndlis und deren Kleider sahen, war es wieder sehr spannend, morgens um 04.15 Uhr in der Pfistergasse an der Besammlung alle anderen Sujets endlich bestaunen zu können. Das Sujet der Wissenschaftler und Abenteurer, welche im Dschungel verschollen waren wurde von allen genial umgesetzt und in der Masse sah es einfach hammerhaft aus! Sofort mutierte ich zum CHACHÄLEON!


Die Temperatur am frühen Morgen war ideal, und der Begrüssungs-Trank schmeckte hervorragend, so dass wir perfekt gestärkt an die «Tagwach» marschieren konnten. Denn als vom See her der Urknall ertönte hiess es vom «Momojor» und Schmetterlingsfänger «Istoh, parat mache!»… Und dann ging es endlich los, «Grend aalegge» und die Schar der Chachäleons setzte sich mit Rhythmus und dem ersten Marsch in Bewegung, vorbei am Hotel Wilden Mann, über die Reussbrücke in die Altstadt.

Es hatte schön Publikum entlang der Tagwach-Route und wir kamen schön flott durch die Gassen, bis wir am Schwanenplatz wie immer eine Vollbremse ziehen mussten… Der Kapellplatz vor voller als voll und auf dem Brunnen tummelten sich die «Safrändler», allen voran Dani Zimmermann, der an dieser Fasnacht den Tambourmajorenstab der Noggeler durch ein vergleichsweise kleines Szepter tauschte. Wir warteten und warteten, und auf dem Brunnen «brüeleten» und «brüeleten» sie, bis ENDLICH de Fötzalirääge mit mehreren lauten Böllern über die johlenden, dicht gedrängten Fasnächtler niederging. Juhuiii… jetzt noch ein paar Orangen werfen und dann geht es hoffentlich weiter.

Wir Chacheler spielten, während dem langen Warten abwechslungsweise Rhythmus und Märsche, wären wir dabei gelaufen, so hätten wir wohl bereits Reussbühl passiert. Doch so weit kam es zum Glück nicht. Tatsächlich konnten sich nun die Musigen vor uns und somit auch wir, wieder in Richtung Kornmärt in Bewegung setzen. Dort angekommen fällte unser Major die Weise Entscheidung, gleich vor dem Bodu Pause zu machen, bis wir in die Pfistern zum Zmorge eintreten durften. Das bot die Gelegenheit etwas zu verschnaufen und mit einem Bierchen das bunte Treiben zu beobachten.

Nach dem Zmorge führte uns der Weg durch die «Wärchlaube» zur Rössligasse und zum Falkenplatz, wo wir ein sensationelles Treffen mit der «Müsalimusig» und der «Hydra Musig» hatten. Zuerst wechselten wir uns ab und dann spielten wir mit der Hydra zusammen alle Stücke die wir schon gemeinsam geprobt hatten, das machte enorm viel Spass und hatte einen sehr satten Sound! Der Abschluss des Treffens war ein gemeinsamer «Sämpacher» mit allen drei Musigen, bis dass wir wieder ein wohlverdientes Getränk und ein- zwei «Priisli» geniessen durften.

Es begann leicht zu schneien und wechselte dann so nach und nach in Regen, was aber unserer Stimmung überhaupt keinen Abbruch tat. Nachdem wir schön spielend etwas durch die Gassen gezogen waren, inklusive spontane Platzkonzerte, stand noch der traditionelle Auftritt bei den «Loschtmölch» auf dem Mühlenplatz an, welcher um 12.00 Uhr quasi unser «Apero-Konzert» war. Dann war Auslösung zum Mittagessen und nach einem feinen Bierchen machten wir Bassisten uns via Spreuerbrücke auf den Weg zum wohlverdienten Mittagessen im «Dorzögli». Die Bässe und Grende durften wir im Wagen an der Pfistergasse deponieren.

Im Dorzögli genossen wir wie immer ein sehr feines Gordon Bleu und konnten auch die Kleider etwas trocknen lassen. Da wir sehr viel Zeit hatten, verbrachten wir auch viel davon dort, wo noch so richtig schöne «Beizenfasnacht» und super Stimmung war. So geschah es, dass wir nun innen angefeuchtet waren und es gleichzeitig draussen trocken wurde. Top!


Am Abend besammelten wir uns wieder am Wagen in der Pfistergasse, von wo aus wir zur Guuggerbühne auf dem Jesuitenplatz zogen, um mit der «Träumeler Musig» aus Ebikon ab 20.30 Uhr abwechslungsweise und miteinander ein richtig rüüdig schönes Konzert spielten. Das machte sehr viel Spass und es war lustig hoch auf die Bühne zu blicken und die Träumeler neben uns in ihren grün-roten Elfen-Kostümen, Christbäumen und allem, was sie zum Sujet «Santa X-Mas Party» sich einfallen liessen. Lozärner Fasnacht, das sind Kontraste pur – und sehr viel Spass dabei!

Wie immer geht die Zeit am Abend dann plötzlich sehr schnell vorbei und schon sassen wir wieder zu einer Stärkung mit Älpler Magronen im Hotel Schweizerhof. Es tut dann schon gut, wieder ein bisschen zu sitzen. Nebenan in der Bar spielen einige Kleinformationen und auch die «Rüssfrösch» und so haben wir zum Essen wunderbare musikalische Unterhaltung.


Um 23.15 brechen wir für diesen Tag ein letztes Mal gemeinsam auf in Richtung Falkenplatz, um dort um 23.30 Uhr das letzte Guuggerbühnen-Konzert des Tages zu spielen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich alle am Schluss nochmals motivieren können und den rüüdig schönen Chacheler-Sound, auch nach dem strengen ersten Tag der Fasnacht hervorzuzaubern. Dann hiess es «Auflösung» und ich parkierte meine Tuba mit dem «Grend» neben der Bühne und genoss noch zwei- drei Musigen welche nach uns noch den Falkenplatz bespielten, bis ich mich dann gemütlich in Richtung Kissen auf den Heimweg machte.


Vielen herzlichen Dank liebe Chacheler-Gspähndlis, das war grosses Kino!


Linus «Leini» Jäck

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